Johann Friedrich Koch – erster Lehrer an der ersten alten Schule in Bettenfeld

Bereits für die 1680er Jahre wird im ältesten Kirchenbuch der Pfarrei Bettenfeld ein Schullehrer (ludimagister) genannt. Dass es in einem Eifeldorf damals eine Schule gab und Unterricht erteilt wurde, war keineswegs selbstverständlich, sondern gehört zu den frühesten derartigen Zeugnissen. Vermutlich war Johann Friedrich Koch der erste Lehrer in Bettenfeld.

Im Kirchenbuch Bettenfeld sind für Johann Friedrich Koch und seine Ehefrau Martha Taufeinträge zu folgenden Kindern zu finden:

1. Johann (25. 2. 1683)

Paten: Schmidt oberst Joes; Margaretha Jüngling, Kröv („Croeff“)

2. Anna Maria (21. 11. 1684)

Paten: Steinen Hans Jakob, Eisenschmitt; Anna, Schwester von Martha, wohnhaft in „Dalem“

3. Johann Adam (10. 3. 1686)

Paten: Johann Adam Bierfeld aus Trier („Trevirensis“), wohnt jetzt in Manderscheid;  Katharina, Schwester von Johann Friedrich Koch, aus Densborn

4. Johann Peter (18. 9. 1691)

Paten: Johann Peter Bischof, Hof Raskop; Anna Maria Weber, Manderscheid

 

 

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Bürgermeister Roscoph aus Großlittgen

Im Jahr 1686 war Matthias Roscoph Bürgermeister („consul“) in Großlittgen. Dies geht aus einem Eintrag im ältesten Kirchenbuch der benachbarten Pfarrei Bettenfeld hervor. Darin wird im März 1686 bei der Taufe der Zwillinge Susanna und Katharina Koll als Taufpate der gleichnamige Sohn Matthias Roscoph dieses Bürgermeisters genannt.  Man kann ohne weiteres davon augehen, dass „Roscoph“ eine der vielen Varianten des Namens Raskob/Raskop etc. ist, der in Großlittgen und Umgebung bestens bekannt ist und häufig vorkam und vorkommt.

Eltern der genannten Zwillinge sind Matthias Koll und Maria. Bei Matthias Koll handelt es sich um Matthias Kohl, den Schmied der Himmeroder Schmiede. Dessen Bruder Peter wohnte damals in Manderscheid.

Drei jüdisch-katholische Ärzte im Raum Trier um 1830

Um das Jahr 1830 praktizierten mindestens drei Ärzte jüdischer Herkunft im Trierer Raum: Lion Bernkastel, sein Schwiegersohn Meyer Levy und Moses Schloß. Alle drei konvertierten zum Katholizismus. Lions Enkel Michel Bernkastel (1827 – 1890), ein Vetter 2. Grades von Marcel Prousts Großmutter Adéle Berncastel, wurde katholischer Priester. Die letzten dreißig Lebensjahre wirkte er als Pfarrer in Hüttersdorf. Er galt nicht nur als wohltätig gegen Arme und Kranke, sondern auch als sehr gelehrt.